Freifunk-Gateway aufsetzen/VPN/fastd: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Freifunk Franken
(fastd socket)
(Einzelne Router sperren)
Zeile 166: Zeile 166:
 
fi
 
fi
 
</pre>
 
</pre>
 
Somit erhält man in /tmp/bla eine File mit fastd keys (die man leider zu gar nix zuordnen kann und daher auch keine bösen Router darüber finden kann) und eine Reihe IP Adressen die man leider auch zu keinen Router zu ordnen kann.
 
Wenn man nun einen bösen Router im fastd sperren will, kann man nun einzeln die IPs per iptables vom Server sperren und im Batman gucken ob er weg ist. Alles unschön aber einen besseren Weg hab ich bisher nicht gefunden. $PEER_NAME ist leider leer und kann auch für nichts verwendet werden...
 
Allgemein ist das Problem, das man eine Batman-adv MAC nirgens zu einer fastd MAC oder irgendwas zuordnen kann. Daher ist aktuell der einzige Weg ausprobieren...
 
mit exit != 0 kann man Router auch direkt im fastd sperren, dies erledigt das Script auch, wenn man xxx durch den Routerkey anpasst
 

Version vom 7. September 2019, 21:57 Uhr

Funktion

fastd ist eine Möglichkeit die Freifunk Knoten per Tunnel mit dem Gateway zu verbinden.

fastd wird bei uns Punkt-zu-Multipunkt (PtMP) verwendet, daher wird am Server nur ein Interface für alle Clients einer Hood benötigt.

fastd wird komplett anders als früher konfiguriert.
Das früher nötige Verwaltungsscript darf KEINESFALLS(!!) ausgeführt werden, auch der Cronjob ist nicht mehr nötig. Falls die IP des Gateways noch im alten KeyXchange eingetragen ist, sollte sie unbedingt entfernt werden (KeyXchange Admin fragen)

Installation

fastd kann aus den Paketquellen installiert werden

Debian:

apt install fastd

Konfiguation

fastd

Für jede Hood muss eine eigene fastd Konfiguration in einem eigenen Unterordner in /etc/fastd/<hoodname>/fastd.conf angelegt werden.

Die Konfiguration sollte etwa so aussehen:

# Log errors to stderr
log level error;

# Log warnings to a log file
log to syslog as "fastd-nuernberg" level warn;

# Set the interface name
interface "fastd-nuernberg";

# Disable encryption
method "null";

# Bind to any IPv4 and IPv6 address with a fixed port
bind any:10004;

# fastd needs a key despite the disabled encryption. generate with "fastd --generate-key"
#
# Der öffentliche Schlüssel für die KeyXchange Admins kann
# mit "fastd -c /etc/fastd/<hoodname>/fastd.conf --show-key" angezeigt werden.
secret "c00a286249ef5dc5506945f8a3b413c0928850214661aab866715203b4f2e86a";

# See https://fastd.readthedocs.io/en/v18/manual/mtu.html
# Must not be changed! It has to be the same for both server and all clients.
mtu 1426;

# Skript starten, sobald fastd Interface angelegt ist. Damit wird es zu batman hinzugefügt.
on up "/etc/fastd/up.sh";
on down "/etc/fastd/down.sh";

secure handshakes no;

on verify "/etc/fastd/verify.sh";


/etc/fastd/down.sh

#!/bin/sh
/sbin/ifdown $INTERFACE


/etc/fastd/up.sh

#!/bin/sh
/sbin/ifup $INTERFACE


/etc/fastd/verify.sh

#!/bin/sh
return 0


Die Skripte müssen ausführbar gemacht werden:

chmod +x /etc/fastd/*.sh

fastd ifupdown

Zudem muss eine passende ifupdown Interfacekonfiguration angelegt werden, die das fastd-Interface zu batman-adv hinzufügt.
(vgl. Freifunk-Gateway_aufsetzen/Batman-adv#Konfiguration)

# Fastd Interface
iface fastd-nuernberg inet manual
	pre-up batctl -m bat-nuernberg if add $IFACE
	post-down batctl -m bat-nuernberg if del $IFACE

	up ip link set up $IFACE
	down ip link set down $IFACE

Hinweis: Die MTU des fastd Interfaces darf nicht verstellt (vergrößert) werden, diesbezügliche Laufzeitmeldungen von batman_adv müssen ignorieret werden. Weil durch das Internet nur 1500 Byte MTU durchpassen und man daher den Tunnel nicht größer machen kann, bleiben für batman-adv leider nur 1500 - $Tunneloverhead Bytes übrig.

fastd Dienst

Dann muss für jede Hood der fastd-Dienst aktiviert und gestartet werden.

systemctl enable fastd@<hoodname>
systemctl start fastd@<hoodname>

Testen der Konfiguration

nachdem der Service gestartet ist, sollte mit

ip -c link show

Sowohl das Batman als auch das VPN Interface zu sehen sein.

fastd socket

fastd bietet die Möglichkeit den Status über einen Socket abzufragen.

Dazu in der Konfigurationsdatei folgende Zeile einfügen:

status socket "/run/fastd-HOOD.sock";

Mit netcat kann man die Daten daraus abfragen.

nc -U /run/fastd-HOOD.sock

JSON-Parser

Mit dem Tool jq (apt install jq) kann das json geparsed werden.

Suche nach einem Key

nc -U /run/fastd-HOOD.sock | jq . | grep -A35 1f5111cfa36b11

Anzeigen der Adressen aller aktuell verbundenen Clients

nc -U /run/fastd-HOOD.sock | jq .peers[].address

Einzelne Router sperren

Folgende Variablen werden in die fastd config übertragen:

  • LOCAL_ADDRESS: the local IP address
  • LOCAL_PORT: the local UDP port
  • PEER_ADDRESS: the peer’s IP address
  • PEER_PORT: the peer’s UDP port
  • PEER_NAME: the peer’s name in the local configuration
  • PEER_KEY: the peer’s public key

Diese können am on-verify angehangen werden z.b.:

on verify "/etc/fastd/fff.bat3/fastd-blacklist.sh $PEER_KEY $PEER_ADDRESS";

das fastd-blacklist.sh kann dann z.b. so aussehen:

#!/bin/bash
echo $1 >> /tmp/bla
echo $2 >> /tmp/bla
if [ $1 == xxx ]; then
   exit 1
else
   exit 0
fi