Freifunk-Gateway aufsetzen/bird2: Unterschied zwischen den Versionen

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== Bird installieren und einrichten ==
== Bird installieren und einrichten ==


=== amd64 ===
=== arm64 ===
 
gefrickel
 
=== Debian Bullseye (Debian 11) / amd64 ===
bird2 sollte wegen verschiedener Bugfixes mindestens in Version 2.0.8 verwendet werden.
bird2 sollte wegen verschiedener Bugfixes mindestens in Version 2.0.8 verwendet werden.
Stand April 2022 ist diese Version in den [https://backports.debian.org/ Backports] verfügbar.
==== Backports einrichten ====
Frei nach https://backports.debian.org/Instructions/ wird das Backports Repository im System aufgenommen, werden die Paketquellen aktualisiert und bird2 aus den Backports installiert.
Als root sind hierzu folgende Befehle auszuführen:
<pre>
echo "deb http://deb.debian.org/debian bullseye-backports main" >> /etc/apt/sources.list.d/backports.list
apt update
apt install bird2/bullseye-backports bird2-doc/bullseye-backports
</pre>
bird wird hierbei als systemd-Service installiert.
Die Hauptkonfiguration findet sich in der Datei '''/etc/bird/bird.conf'''.
==== bird konfigurieren ====
Die Dokumentation zu bird findet sich unter [https://bird.network.cz/?get_doc&f=bird.html&v=20 bird.network.cz].
Der Inhalt der Konfigurationsdatei '''/etc/bird/bird.conf''' wird durch die folgende Konfiguration ersetzt:
Achtung, funktioniert so nicht.
Daher am besten an der Freifunk Firmware orientieren: https://git.freifunk-franken.de/freifunk-franken/firmware/src/branch/master/src/packages/fff/fff-babel-bird2/files/etc/bird-fff.conf
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed" style="overflow: auto">
<pre>
# Logging
log syslog all;
# Nimm die IP des interface als Router ID
router id from "fff-peer";
# Beziehe regelmaessig Updates der lokalen Interfacekonfiguration
protocol device {
    scan time 10;
}
# Schreibe Routen in die FIB des Systems, beziehe von dort aber keine Updates
protocol kernel {
    ipv6 {
        import none;
        export all;
    };
}
protocol kernel {
    ipv4 {
        import none;
        export all;
    };
}
# Statische Announcements der eigenen IPs
protocol static {
    ipv6;
    route 2001:db8:XX::/48        blackhole;
    route fd43:5602:29bd:XXXX::/64 blackhole;


=== arm64 ====
    route 2001:db8:XX::1/128        "fff-peer";
    route fd43:5602:29bd:XXXX::1/128 "fff-peer";
}


gefrickel
protocol static {
    ipv4;
    route 10.50.X.0/24  blackhole;
 
    route 10.83.252.X/32 "fff-peer";
}
 
# Konfiguration des Babel Protokolls
protocol babel FFFbabel {
    # Interfaces auf denen babel gesprochen wird
    # interface "eth0", "eth1";
    interface "fff-peer" {
        # rx-tx-Kosten dem Tunneltypen ggf. anpassen
        rxcost 96;
    };
 
    ipv6 {
        import all;
        export all;
    };
    ipv4 {
        import all;
        export all;
    };
}
</pre>
 
Hierbei ist der Name des Peering-Interfaces '''fff-peer''' an die lokalen Gegebenheiten anzupassen.
Ebenso müssen die [[Portal:Netz/IPv6|IPv6]]- und ggf. [[Portal:Netz|IPv4]]-Adressen, sowie das [[IPv6|öffentliche Subnetz]] angepasst werden.
 
In obiger Konfiguration wird implizit davon ausgegangen, dass das Pering Interface '''fff-peer''' die folgenden drei IP-Adressen bekommt:
<pre>
2001:db8:XX::1/128
fd43:5602:29bd:XXXX::1/128
10.83.252.X/32
</pre>
und der Host über diese Adressen im Netzwerk erreichbar sein soll. 
Die Netzwerke
<pre>
2001:db8:XX::/48
fd43:5602:29bd:XXXX::/64
10.50.X.0/24
</pre>
sind zu anderweitiger Verwendung gedacht, z.B. DHCP/SLAAC. Eine Anpassung an die eigenen Bedürfnisse ist entsprechend erforderlich.
 
Nach erfolgter Konfiguration muss diese noch aktiviert werden (wieder als root):
<pre>systemctl reload bird.service</pre>
</div>

Aktuelle Version vom 23. Mai 2022, 22:02 Uhr

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In dieser Anleitung geht es darum, babeld durch bird2 zu ersezten.

Bird installieren und einrichten

arm64

gefrickel

Debian Bullseye (Debian 11) / amd64

bird2 sollte wegen verschiedener Bugfixes mindestens in Version 2.0.8 verwendet werden. Stand April 2022 ist diese Version in den Backports verfügbar.

Backports einrichten

Frei nach https://backports.debian.org/Instructions/ wird das Backports Repository im System aufgenommen, werden die Paketquellen aktualisiert und bird2 aus den Backports installiert.

Als root sind hierzu folgende Befehle auszuführen:

echo "deb http://deb.debian.org/debian bullseye-backports main" >> /etc/apt/sources.list.d/backports.list
apt update
apt install bird2/bullseye-backports bird2-doc/bullseye-backports

bird wird hierbei als systemd-Service installiert. Die Hauptkonfiguration findet sich in der Datei /etc/bird/bird.conf.

bird konfigurieren

Die Dokumentation zu bird findet sich unter bird.network.cz.

Der Inhalt der Konfigurationsdatei /etc/bird/bird.conf wird durch die folgende Konfiguration ersetzt:

Achtung, funktioniert so nicht. Daher am besten an der Freifunk Firmware orientieren: https://git.freifunk-franken.de/freifunk-franken/firmware/src/branch/master/src/packages/fff/fff-babel-bird2/files/etc/bird-fff.conf

# Logging
log syslog all;

# Nimm die IP des interface als Router ID
router id from "fff-peer";

# Beziehe regelmaessig Updates der lokalen Interfacekonfiguration
protocol device {
    scan time 10;
}

# Schreibe Routen in die FIB des Systems, beziehe von dort aber keine Updates
protocol kernel {
    ipv6 {
        import none;
        export all;
    };
}
protocol kernel {
    ipv4 {
        import none;
        export all;
    };
}

# Statische Announcements der eigenen IPs
protocol static {
    ipv6;
    route 2001:db8:XX::/48         blackhole;
    route fd43:5602:29bd:XXXX::/64 blackhole;

    route 2001:db8:XX::1/128         "fff-peer";
    route fd43:5602:29bd:XXXX::1/128 "fff-peer";
}

protocol static {
    ipv4;
    route 10.50.X.0/24   blackhole;

    route 10.83.252.X/32 "fff-peer";
}

# Konfiguration des Babel Protokolls
protocol babel FFFbabel {
    # Interfaces auf denen babel gesprochen wird
    # interface "eth0", "eth1";
    interface "fff-peer" {
        # rx-tx-Kosten dem Tunneltypen ggf. anpassen
        rxcost 96;
    };

    ipv6 {
        import all;
        export all;
    };
    ipv4 {
        import all;
        export all;
    };
}

Hierbei ist der Name des Peering-Interfaces fff-peer an die lokalen Gegebenheiten anzupassen. Ebenso müssen die IPv6- und ggf. IPv4-Adressen, sowie das öffentliche Subnetz angepasst werden.

In obiger Konfiguration wird implizit davon ausgegangen, dass das Pering Interface fff-peer die folgenden drei IP-Adressen bekommt:

2001:db8:XX::1/128
fd43:5602:29bd:XXXX::1/128
10.83.252.X/32

und der Host über diese Adressen im Netzwerk erreichbar sein soll. Die Netzwerke

2001:db8:XX::/48
fd43:5602:29bd:XXXX::/64
10.50.X.0/24

sind zu anderweitiger Verwendung gedacht, z.B. DHCP/SLAAC. Eine Anpassung an die eigenen Bedürfnisse ist entsprechend erforderlich.

Nach erfolgter Konfiguration muss diese noch aktiviert werden (wieder als root):

systemctl reload bird.service